Die verborgene Seite der Jazzy-Kora – Ein mechanisches Geheimnis des Mondes.

Im Inneren der Jazzy-Kora verbirgt sich ein geheimer chromatischer Mechanismus.

KORA

Jérôme De Cuyper

10/3/20251 min lesen

Der Jazzy-Kora-Körper, der Mond mit Uhrwerkzahnrädern
Der Jazzy-Kora-Körper, der Mond mit Uhrwerkzahnrädern

Ich würde es so gern zeigen… aber nein, das darf ich nicht.

Jedes Mal, wenn mein Blick ins Innere des Resonanzkörpers der Jazzy-Kora fällt, überkommt mich eine stille Emotion. Eine geheime Welt aus Holz, Metall und Schweigen.

Dort, verborgen vor den Blicken, liegt das Herz ihrer Mechanik, das Ergebnis vieler Jahre des Forschens, Versuchens, Scheiterns und Neubeginns. Eine intime Architektur, geformt durch Geduld und Intuition, in der jedes Element seinen Platz gefunden hat.

Manchmal öffne ich den Korpus nur, um hinein zu sehen. Es ist nicht nur eine Mechanik, es ist ein innerer Raum, geschaffen, um der Kora ihre chromatische Freiheit zu schenken.

Dieses Geheimnis bewahre ich mit Zuneigung, nicht aus Angst, es könnte gestohlen werden, sondern um einen Hauch von Geheimnis zu bewahren.

Denn was man enthüllt, verliert oft etwas von seiner Magie, wie ein Trick, bei dem man den Faden entdeckt, oder ein Rätsel, das man zu früh löst.

Und, ehrlich gesagt, wenn ich alles zeigen würde, wärt ihr vielleicht enttäuscht. Der Zauber liegt auch in dem, was man nicht sieht, in diesem Atem zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem.

Was ich jedoch sagen kann, ist, dass dieser interne Mechanismus sowohl leistungsstark als auch präzise sein muss. Jedes Teil ist auf kleinen Lagern gelagert, die so eingestellt sind, dass die Bewegung reibungslos und reibungslos verläuft. Und vor allem muss er absolut geräuschlos sein, denn das kleinste Knarren, die kleinste Reibung könnte sich auf das Soundsystem auswirken.

Von außen lassen sich in Fotos oder Videos einige Spuren erahnen. Doch das wahre Herz des Geheimnisses bleibt unsichtbar. Es wirkt im Stillen, wie ein Kontrabass, der die Musik trägt, ohne je das Licht zu suchen.

Also, zeigen oder nicht zeigen? Ich glaube, die Entscheidung ist längst gefallen.

Die verborgene Seite der Jazzy-Kora sieht man nicht, man hört sie. Sie schwingt in jeder Note mit, leise, doch unverzichtbar, und vielleicht ist es genau dort, wo sie ihr größtes Geheimnis offenbart.